Bordeaux-Wein - Der Jahrgang 2000

Das Jahr 2000 begann mit einem milden Winter, der auf einen frühen Austrieb hoffen ließ; auch Ende Mai war es wärmer als üblich, so dass die Blüte schnell und gleichmäßig ablief. Juni und die erste Julihälfte brachten wieder kühles und eher regnerisches Wetter, so dass man schon Mehltau befürchten musste. Ab Mitte Juli aber hörte der Regen ganz auf, wenn es auch bis Anfang August kühl blieb. Dann setzte eine trockene Hitzeperiode ein, die nur (am 19. September) durch einen Regentag unterbrochen wurde. Im Médoc und im Graves gab es auch in der Nacht zum 25. August ein dringend benötigtes Gewitter, das dort den Reifungsprozess einleitete. Ansonsten hielt das schöne Wetter so lange an, bis alle bordelaiser Winzer außer denen des Sauternais ihre Trauben (ab 13. 9. bis Ende September/Anfang Oktober) gelesen hatten. - Die 2000er Rotweine sind durchweg dunkelfarbig und sehr konzentriert und haben gute Alkohol- und Säurewerte; auch die Tannine sind sehr schön reif. Der Jahrgang wird mit 1990 und den großen Jahrgängen der achtziger Jahre verglichen. Vielleicht übertrifft er diese sogar noch, weil die Weinbereitung seitdem einige Fortschritte gemacht hat - Die Sauternes-Weine hatten dagegen unter dem Regen im Oktober zu leiden gehabt, so dass nur die zuerst gelesenen Trauben einen guten konzentrierten Wein erbrachten, während der Wein aus den später gelesenen eher verdünnt ist, obwohl man mit der Cryo-Extraktion das Schlimmste verhinderte.

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