Burgunder-Wein - Der Jahrgang 1998

Frost und Hagel bereiteten den burgundischen Winzern im Frühjahr und Sommer große Sorgen, insbesondere an der Côte de Beaune, im Mâconnais und in Chablis. Zu allem Überfluss stellte sich auch noch echter Mehltau ein (in Burgund seit 50 Jahren zum ersten Mal). Dann stieg das Thermometer im August auf über 40° C, so dass wie in Bordeaux die Blätter abfielen und die Trauben von der Sonne zum Teil angesengt wurden. Auch in der ersten Septemberhälfte wurden die Winzer durch das regnerisch kühle und wolkenreiche Wetter nicht gerade ermutigt, aber mit dem Beginn der Lese am 19. September an der Côte de Beaune und ein paar Tage später an der Côte de Nuits setzte herrliches, sonnenreiches Wetter ein und dauerte bis zum Ende der Lese an; es ließ die Öchslegrade steigen und bewahrte ausreichend Säure, so dass die sehr dunkelfarbigen und aromatischen 1998er Burgunder bei kleiner Menge die Kette der seit 1985 andauernden guten Jahrgänge fortsetzten. Auch die Weißweinernte fiel zwar klein, aber gut aus. An der Rhône ein großer Jahrgang, der mit dem 1990er verglichen wird.

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