Burgunder-Wein - Der Jahrgang 2000

An der Côte d’Or fiel der Jahrgang sehr unterschiedlich aus. Bis zum August waren die Wetterbedingen noch an Côte de Beaune und Côte de Nuits sehr ähnlich. Trotz sehr kaltem und trockenem Wetter hoffte man am Ende August noch auf eine hohe Qualität dieses Jahrgangs. Doch am Nachmittag des 12. Septembers – einen Tag nach Lesebeginn – brachte ein starkes Gewitter an der Côte de Beaune, insbesondere aber südlich der Stadt Beaune 25-75 mm Regen. Die Weine der Winzer, die bald darauf die Lese fortsetzten, wurden dadurch stark verdünnt und in der Qualität stark beeinträchtigt. Wer etwas länger abwartete, profitierte von dem anschließenden trockenen Wetter, das die Trauben weiter reifen ließ. An der Côte de Nuits regnete es am 12 September wesentlich weniger, so dass hier von Winzern mit nicht allzu hohen Erträgen sehr schöne dunkelfarbige und kräftige Weine bereitet wurden. Wie kaum in einem anderen Jahr in der jüngeren Vergangenheit kam es 2000 vor allem auf die Winzer an: Wenn sie alles taten, um die Erträge niedrig zu halten, um dadurch die etwas verzögerte Reifung der Trauben zu fördern, und bei der Weinbereitung die optimalen Methoden sorgfältig anwandten, gelangen ihnen in der Regel gute, fruchtige und reife Weine, und zwar um so eher, je höher man die Qualitätsleiter hinaufsteigt.

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