Burgunder-Wein - Der Jahrgang 2001

Wer dieses Jahr als Außenstehender an der Côte d’Or verbracht hat, musste den Eindruck haben, es sei vollständig verregnet und habe miserable Weine hervorgebracht, denn es regnete nicht nur im Februar und März, sondern auch in den beiden folgenden Monaten, die sich außerdem noch durch kaltes Wetter auszeichneten. Doch die Blüte verlief im Juni regelmäßig und problemlos. Aber die Feuchtigkeit verursachte Mehltau und „Millerandage“, so dass man schon jetzt mit einer relativ kleinen Ernte rechnen musste. Auch der Juli brachte regnerisches und kaltes Wetter; nur an seinem Ende stieg das Thermometer vier Tage lang auf Spitzenwerte. Doch dann Anfang August kamen abermals Gewitter mit Hagelschauern zurück. In der zweiten Augusthälfte wurde es aber für 14 Tage richtig warm. Anfang September gab es erneut kaltes, regnerisches Wetter. Immerhin trat dann zu Lesebeginn eine Wetterbesserung ein, und da es Anfang September kühl war, blieb auch der schon befürchtete Grauschimmel aus. Die Beeren, die in diesem Jahr gesammelt wurden, waren klein und gesund und hatten eine dicke Haut; außerdem reiften sie gut aus und erzielten gute Säurewerte. All das sind Voraussetzungen für einen guten Wein, weshalb man auch 2001 in Burgund als sehr guten Jahrgang einstuft.

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