Burgunder-Wein - Der Jahrgang 2012

2012 – A very Fine to Excellent Vintage that should drink well young“ überschreibt Meadow’s seinen Artikel zu den 2012er Côte de Nuits-Weinen: Wer die erste Jahreshälfte an der Côte d’Or verbracht hat, wird meinen, Meadow’s spräche von einem anderen Jahr, denn es regnete dort 2012 von April bis August bisweilen 50% mehr als in normalen Jahren, und am 13. und 17. April fiel das Thermometer sogar unter null Grad. Auch im Mai setzte sich das Regenwetter mit 60% mehr Regen als üblich fort – Nuits und Chambolle sogar mit 75% mehr Regen. Ganz schlimm wurde es im Juni, als man die Blüte erwartete. Diese hatte nicht nur unter dem Regen zu leiden, sondern auch unter dem sich stark ausbreitenden Mehltau. Die Folge war die sog. Kleinbeerigkeit und der Abfall der Blüten, was sich in erheblichen Ertragsminderungen auswirkte. Bei spärlichem Beerenbesatz hat aber auf der anderen Seite später der Grauschimmel wenig Chancen, sich auszubreiten. Auch in der ersten Juli-Hälfte regnete es noch. Am 23. Juli kam aber der Wetterumschwung mit Temperaturen bis zu 40° C; doch auch darüber konnten die Winzer sich nicht freuen, denn solche Temperaturen führen an den Trauben zu Sonnenbrand, was die schon wegen der schwachen Blüte geringen Ertragserwartungen noch zusätzlich um bis zu 20% minderte. Die Erleichterung kam dann im August, der trockenes, warmes und mildes Wetter mit sich brachte, das bis zum 20. September, als die Lese begann, anhielt. Das Traubengut war dann außerordentlich sauber; man brauchte nur die Sonnenbrandbeeren heraus zu sammeln. Die Beeren waren klein und hatten eine dicke Haut. Die Winzer befürchteten eine Überextraktion, weshalb sie sehr schonend an die Weinbereitung herangingen.

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